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Palliative Care – eine Herausforderung für den Landkreis?

Palliative Care – eine Herausforderung für den Landkreis?

Hospiz - Dienst Schwäbisch Hall. Ralf Mulfinger, Palliativpfleger und Vorstand im Krebsverein Schwäbisch Hall berichtete beim ambulanten Hospiz-Dienst über die Fachdisziplin Palliative Care. Aber sie ist weit mehr als das: „Palliative Care ist eine Haltung“, so Mulfinger. Sie betrachtet den Menschen als Ganzes, seinen Leib, seine Seele, seine Biographie und sein Umfeld. Ein Netz verschiedener Professionen, Pflegekräfte, Ärzte, Hospiz-Dienste …Sozialdienste begleiten Betroffene und ihre Zugehörigen. Alle achten Sie die Endlichkeit des Lebens.

Oberstes Gebot in der Begleitung ist es die Autonomie des Betroffenen zu wahren, Lebensqualität auch im Zeichen einer chronischen Erkrankung zu fördern, Sterben und Tod zu thematisieren. Das erfordert eine Haltung des Arztes und der Pflegekräfte, die sich intensiv mit dem Thema Sterben auseinandergesetzt haben und so in der Lage sind ein Gespräch mit dem Betroffenen zu führen und ihn auf die Möglichkeiten der Palliative Care hinzuweisen. Denn trotz dem drohenden Lebensende ist Dank der Medizin und einem Netz der mitfühlenden Sorge Lebensqualität möglich.

Dieses Netz auszubauen bemühen sich Pflegekräfte, Ärzte, Hospiz-Dienste der Region und der Krebsverein im Landkreis Schwäbisch Hall und Hohenlohe. Ein Hoffnungsschimmer ist ein stationäres Hospiz in Schwäbisch Hall. Dank der Zusage des Krebsvereins, insgesamt 200.000 € für den Abmangel der nächsten vier Jahre zu übernehmen sind wir diesem Ziel näher gekommen. Der Abmangel sind Kosten für ein stationäres Hospiz, die nicht von der Krankenkasse gedeckt werden. Ein Förderverein soll die Akquise von Spenden für den Bau übernehmen. „Das hätte schon viel früher geschehen müssen“, so Prof. Dr. Golling.

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