Bedürfnisse und Belastungen der Angehörigen von Krebspatienten

Die ambulante Krebsberatungsstelle des Krebsvereins Schwäbisch Hall e.V. plant eine Reihe von Veranstaltungen mit fachlichen Kurzreferaten und offenem Erfahrungsaustausch unter Betroffen zu unterschiedlichen, erkrankungsrelevanten Themen.

Dazu treffen wir uns immer am Donnerstag von 17 bis 18 Uhr am Sparkassenplatz 6 in 74523 Schwäbisch Hall.

Beim Sommertreff am 14. Juli wollen wir das Umfeld des Patienten in den Blick nehmen:

die An- und Zugehörigen.

Die Konfrontation mit Krankheit und Tod löst vielfältige Belastungssituationen aus. So können sich diffuse emotionale Belastungen wie zum Beispiel Hoffnungslosigkeit und Ängste auf alle anderen Bereiche auswirken.

Ein Patient wird für seine Familie unerträglich, weil seine Ängste für ihn selber unerträglich sind. Eine Krebserkrankung, eine ggf. zum Tode führende Erkrankung betrifft immer das Leben aller Familienmitglieder und gefährdet die Integrität und das Funktionieren eines Familiensystems.

Erkrankung und Behandlung erzeugen Veränderungen der gewohnten Familienstruktur, stellen die Rollenverteilung in Frage und erfordern von den Familienmitgliedern sowohl Flexibilität, etablierte Regeln und Beziehungsmuster zu verändern als auch die Bereitschaft, sich selber mit dem Thema Krankheit, Versehrtheit, Sterben und Tod auseinanderzusetzen.

Korrespondierend zu der schwierigen Situation der Patienten, befinden sich auch die Angehörigen von onkologischen Patienten in einer psychischen Ausnahmesituation. Ihre Belastung bleibt in der Intensität nicht hinter der der Patienten zurück, so dass man die Angehörigen in der Onkologie und der Palliativmedizin auch als „Patienten zweiter Ordnung“ bezeichnen könnte.

Was macht die Situation der Angehörigen von onkologischen Patienten aus?

Wie erleben Sie die Erkrankung ihres Angehörigen? Was macht ihre Situation so schwierig?

Was sind die spezifischen Belastungen und wie kann man Ihnen vielleicht begegnen?

Ein offener Austausch in einer Gruppe Gleichbetroffener wird angestrebt.

Solltest Du betroffen sein, dann komm zum Treff im Krebsverein am 14. Juli 2016 um 17 Uhr.

Für diese Veranstaltungen ist keine Anmeldung notwendig. Im Falle von Fragen stehen Arietta U. unter Handy 0173-8577521 oder die Psychoonkologin der Krebsberatungsstelle Frau Susanne Hipp unter Tel.: 0791-89402 gerne zur Verfügung.

Es folgen weitere Themengruppen wie „sozialrechtliche Fragen einer Krebserkrankung“ (Ingrid Schroeter Dipl. Soz. Arb. FH) am 21. Juli 2016, „Was ist Palliative Care“ (Susanne Hipp, Master of Science in Palliative Care, Psychoonkologin) am 28. Juli 2016 und „Hilfen und Strategien zur Krankheitsbewältigung“ (Susanne Hipp M.Sc.) am 04. August 2016.